Stellensuche über Twitter

Social Media, Social Media News, Twitter

Veröffentlicht am 21.06.2010 von Maren Göpfert

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Die Nutzung der Microblogging-Plattform Twitter dient bekanntlich dem Informationsaustausch, könnte aber schon bald um die Funktion der Stellensuche erweitert werden. Bereits jetzt wird Twitter als Nische auf dem Arbeitsmarkt genutzt, die vor allem für die Suche nach kompetenten Mitarbeitern spezieller Zielgruppen eingesetzt wird. „Twitter ist ein weiterer Kanal für Arbeitgeben, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie jemanden suchen.“, so die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert. „Und es ist ein Tool, das in einer bestimmten Zielgruppe sehr anerkannt ist.“

Auch wenn sich 140 Zeichen wunderbar für eine Stellenausschreibung eignen, ist eine aktive Suche nach Angeboten aus einer gewünschten Region jedoch nicht möglich. Den Vorteil, den Twitter als Stellenbörse bietet, sei eindeutig der Schneeballeffekt, so Jan-Hinrik Schmidt vom Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. So würden Retweets die Reichweite des jeweiligen Stellenangebots beachtlich erhöhen und auch die direkte Kommunikation mit dem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber sei nicht nur möglich, sondern ebenso ratsam, um seine Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Medien unter Beweis zu stellen.

Aus diesem Grund entwickelte das Personalberatungsunternehmen atenta aus Hamburg jetzt die weltweit erste Stellensuchmaschine für Twitter. „Eine Stellenanzeige lebt davon, dass sie retweetet wird“, so der Social-Media-Experte von atenta, Tobias Kärcher. Und diese gibt es nicht für Trainees oder Praktikanten, sondern ebenso reguläre Stellenangebote wie beispielsweise von Daimler oder der Deutschen Bahn, die Twitter bereits nutzen, um Hinweise auf offene Stellen zu geben.

Daher empfiehlt der Social-Media-Experte, Unternehmen, die für das Berufsprofil von Interesse sein könnten, zu folgen, denn häufig werden über deren Twitter-Accounts anstehende Jobmessen angekündigt. „Aber man muss auch aktiv netzwerken und sich Leute suchen, die einem vielleicht einen Job anbieten könnten.“

Doch wer sich lieber diskret auf die Stellensuche begeben will, sollte das nicht über Twitter tun, denn mit seinem Marktplatzcharakter sind die entsprechenden Gesuche in Form von Tweets oder Retweets selbst bei der Google-Suche für jeden anderen Internetnutzer sichtbar.

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